Schwangerschaftsverhütung - gängige Verhütungsmethoden
Schwangerschaftsverhütung ist nicht nur mehr Sache der Frau, sondern betrifft ebenso den Mann. Zum einen sind familiäre Bedingungen für oder gegen eine Schwangerschaft entscheidend und zum Anderen spielt der Schutz vor übertragbaren Erkrankungen eine äußerst wichtige Rolle.
Die Entscheidung welche spezielle Verhütungsmethode Verwendung findet, sollte sinnvollerweise von beiden Partnern getroffen werden. Die heute verfügbaren Methoden zur Schwangerschaftsverhütung sind sehr sicher. Die Unterschiede liegen in der Anwendung und auch Nebenwirkungen bleiben nicht aus.
Um die grundsätzliche Entscheidung zu erleichtern, hier eine Übersicht über die derzeit gängigen Verhütungsmethoden:
Es wird zwischen chemischen und mechanischen Verhütungsarten unterschieden.
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Chemische / Hormonelle - Methoden
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Mechanische - Methoden
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1. Chemische Verhütungsarten: bedeuten einen Eingriff in den Körper!
Antibabypille
Die Antibabypille wird seit vielen Jahren angewendet, sie bietet dreifachen Schutz gegen eine nicht gewollte Schwangerschaft:
- der Eisprung wird gehemmt,
- ein Schleimpfropfen im Gebärmutterhals erschwert es den Spermien zur Eizelle zu gelangen,
- der periodische Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird verhindert, ein einnisten einer befruchtetet Eizille wird dadurch praktisch unmöglich
Voraussetzung für eine optimale Sicherheit ist die richtige Einnahme der Pille! Durch den kurzen Einnahmerythmus können Einnahmefehler auftreten.
Die Antibabypille greift in die Steuerung des Hormonhaushaltes ein, sie bietet daher den Frauen viele Vorteile die unter starken, schmerzhaften oder unregelmäßigen Menstruationsblutungen leiden. Daneben können auch Hautunreinheiten, Kopfschmerzen, Gewichtsanstieg, Spannungen und Schmerzen in den Brüsten und im Unterleib durch die Pille verringert werden oder gar verschwinden.
So wie die genannten Leiden positiv beeinflusst werden, können selbige aber auch erst mit der Einnahme der Pille beginnen. Als häufige Nebenwirkungen, die bei jeder Frau unterschiedlich empfunden werden, können beispielsweise Kopfschmerzen, Zwischen- und Schmierblutungen, Brustschmerzen, Gewichtsveränderungen oder Stimmungsschwankungen auftreten.
Eine gute Verträglichkeit bieten die modernen, niedrig dosierten Pillen. Die Minipille ist unkompliziert, sie kann jeden Tag eingenommen werden. Auch während der Stillzeit ist sie anwendbar und generell gut verträglich. Die Sicherheit liegt jedoch nicht so hoch wie bei der Antibabypille. Welche Pille die geeignete für Sie ist, sollten Sie in jedem Fall mit Ihrem Frauenarzt besprechen. Bei Unverträglichkeiten, sollten Sie besser auf andere Methoden ausweichen. Vier Millionen Frauen in Deutschland vertrauen der Pille, sie bietet eine Sicherheit von 99,5 Prozent. Gefolgt von der Hormonspirale.
Hormonspirale
Die Hormonspirale ist vergleichbar mit einem Streichholz in T-Form und besteht aus einem Kunststoffmaterial. Geringe Mengen des Hormons Gestagen sorgen dafür, dass der Schleim des Gebärmutterhalses dickflüssig wird und somit die Spermien nicht in die Gebärmutter gelangen können. Unverträglichkeiten sind jedoch nicht ausgeschlossen. Diese Anwendung ist vorzugsweise bei einer abgeschlossenen Familienplanung geeignet.
Eine Schwangerschaft ist nach entfernen der Hormonspirale dennoch jederzeit möglich, da sie den Eisprung nicht unterdrückt. Die Hormonspirale wird nach entsprechender Voruntersuchung vom Frauenarzt eingesetzt und kann 5 Jahre im Körper verbleiben. Die Gestagenabgabe der Spirale bleibt über den Zeitraum von 5 Jahren erhalten
3 - Monats - Spritze
Das Hormon Gestagen wird hochdosiert mit eine Spritze injiziert und bietet einen sehr sicheren Schwangerschaftsschutz für 3 Monate. Die hohe Dosierung unterdrückt den Eisprung. Einnahmefehler werden durch den langen Wirkzeitraum vermieden. Studien belegen eine 99,7 prozentige Sicherheit der 3-Monats-Spritze. Die Empfehlung lautet, erst ab einem Alter von 21Jahren sollte diese Methode angewandt werden. Mit der Verwendung der der 3-Monats-Spritze verringert sich, im Gegensatz zur Pille, das Thromboserisiko da sie kein Östrogen enthält. Andererseits ist ein erhöhtes Osteoporose-Risiko nicht ausgeschlossen.
Verhütungspflaster
Das Verhütungspflaster wird in einem Zeitraum von drei Wochen wöchentlich erneuert. Nach einer Woche ohne Pflaster beginnt der „Pflasterzeitraum" von vorn. In der pflasterfreien Woche setzt die Periode ein, der Schwangerschaftsschutz bleibt erhalten. Das Pflaster wird auf Oberschenkel, Po, Außenseite Oberarm oder auf den Bauch geklebt und sitzt so fest das weder Duschen noch Baden ein Risiko darstellen. Bei richtiger Anwendung bietet das Verhütungspflaster die gleiche Sicherheit wie die Anti-Baby Pille
Verhütungsring
Eine weitere hormonelle Verhütungsmethode ist der Verhütungsring. Der Ring ist flexibel und wird von der Frau selbst, einmal im Monat eingesetzt und verbleibt in den folgenden drei Wochen in der Vagina. Nach Ablauf der drei Wochen wird der Ring entfernt und die Regelblutung setzt ein. Im Anschluß kann der nächste Ring verwendet und eingesetzt werden. Der Empfängnisschutz bleibt für insgesamt vier Wochen erhalten.
Zum einmaligen Gebrauch bestimmt sind Samenabtötende Verhütungsmittel. Diese gibt es als Zäpfchen, Salbe, Creme, Gel, Tabletten oder Schaum. Zusätzliche Sicherheit wird hier durch die Verwendung eines Kondoms erreicht.
Samenabtötende Verhütungsmittel
(Gel, Schaum, Vaginaltabletten, Vaginalzäpfchen etc.)
Der in samenabtötenden Verhütungsmitteln verwendete Wirkstoff ist Nonoxinol. Nonoxinol macht die Spermien befegungsunfähig oder tötet sie ab. Die Präparate werden in die Scheide eingeführt, lösen sich auf und setzen den Wirkstoff frei. Einige verwandeln sich in zähen Schleim der den Muttermund verschließt. Der Vorteil der Samenabtötenden Verhütungsmittel besteht unter anderem darin, dass sie jederzeit einsetzbar sind und keinen hormonellen Einfluss auf den Körper haben.
2. Mechanische Verhütungsarten: bedeuten keinen Eingriff in den Körper!
Das Kondom
Das Kondom schützt bei richtiger Anwendung, zum einen vor einer Schwangerschaft und zum anderen vor Geschlechtskrankheiten. Kondome werden nach der Qualitätsprüfung durch den Hersteller mit einem Gütesiegel auf der Packung gekennzeichnet. Kondome sind jederzeit einsetzbar. Der Körper wird weder hormonell noch chemisch belastet. Bei Latexallergien sollte auf die etwas teureren latexfreien Kondome ausgewichen werden.
Wichtig: Kondome sollten nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr verwendet werden.
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Verhüten durch Messung des Hormonspiegels
Der Hormonspiegel gibt Auskunft über die fruchtbaren und nichtfruchtbaren Tage. Durch die Messung des Hormonspiegels kann so bestimmt werden wann eine Schwangerschaft eintreten kann und wann nicht. Im Gegensatz dazu lässt sich aber auch bestimmen an welchen Tagen eine Schwangerschaft eintreten kann. Wichtig bei einem Kinderwunsch.
Die Methode der Hormonspiegel-Messung ist Nebenwirkungsfrei und es kann auf Verhütungsmittel verzichtet werden.
PERSONA
Was ist PERSONA?
PERSONA ist das erste System, das die Fruchtbarkeit objektiv anhand der
fruchtbarkeitsregulierenden Hormone bestimmt.
Wie funktioniert PERSONA?
Sie erhalten täglich die Information:
- grüne Anzeige (auf Verhütungsmittel kann verzichtet werden)
- oder rote Anzeige (fruchtbare Phase).
Durch eine gelbe Anzeige wird die Anwenderin zu einem Urintest aufgefordert, nach dessen Auswertung wieder eine grüne oder rote Anzeige erscheint. Selbst der Eisprung wird per Symbol sichtbar auf dem Monitor angezeigt. Zum beschriebenen Urintest sind PERSONA Teststäbchen notwendig.
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Wie sicher ist Persona?
Basierend auf unabhängigen Studien ist PERSONA zu 94% zuverlässig, wenn es anleitungsgemäß und als einzige Verhütungsmethode angewendet wird.
PERSONA ist eine natürliche Methode, ohne Nebenwirkungen und Gesundheitsrisiken.
Weitere Informationen finden Sie auf www.persona.de
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